Ungarnfahrt vom 04. – 14.10.2014 mit 45 Marler Bürgern

Die schon seit vielen Jahren stattfindende traditionelle Ungarnfahrt der Marler Vereine „Städtepartnerschaftsverein Marl-Zalaegerszeg e. V.“ und „Heimatverein Marl e.V.“   hat  auch dieses Jahr großen Zuspruch gefunden. Mit dem Reisesegen von Pfarrer Emmerich  machten sich 45 Teilnehmer mit einem Zwischenstopp im bereits vielen Teilnehmern bekannten bayerischen Gasthof in Iggensbach auf den Weg. Das von Margret Ehrke (Geschäftsführerin d. SPV Marl-Zalaegerszeg) ausgearbeitete Programm führte die Marler Reisegruppe dann in die Städte Wien, Sopron und Budapest. Einige Höhepunkte der diesjährigen Reise waren die Besichtigung des Klosters Melk,  die Weiterfahrt mit dem Schiff durch die Wachau, der dreitägige Aufenthalt in Wien mit Besichtigung des Schlosses Belvedere, des Stephansdoms, der Schlossgärten von Schönbrunn und die Einkehr in Grinzing mit deinem zünftigen „Heurigen-Abend. Der Ausflug nach Baden bei Wien mit vielen historischen Bauten und der abendlichen Besuch eines Weingutes rundeten das Programm in Wien ab.  
Bei herrlichem Spätsommerwetter, das die Marler Gruppe während der gesamten Ungarnfahrt begleitete, ging es weiter per Schiff über den Neusiedlersee zur ungarischen Seite mit der Schlossbesichtigung Eszterhaza, in dem auch immer wieder die Musiker der Philharmonica Hungaria auftraten. Das nächste Ziel der Reise war für zwei Tage die   Barockstadt Sopron mit ihrer gerade restaurierten historischen Altstadt und der schönen Umgebung inmitten der Balfer Berge.  
Auf dem Weg nach Budapest wartete noch ein besonderes Erlebnis auf die Marler Gruppe: die Besichtigungen der Städte Esztergom mit Dom, Visegrad mit dem berühmten „Donauknie“ und der Besuch des weltweit bekannten Künstlerstädtchens Szentendre in der Nähe von Budapest.
In Budapest konnte die Marler Reisegruppe  bei strahlendem  Sonnenschein das Parlament und die Stephansbasilika besichtigen und sich auf einer ausführlichen Stadtrundfahrt an den schönen historischen Gebäuden in Buda und Pest erfreuen.
Die landschaftliche Schönheit Ungarn präsentierte sich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einmal eindrucksvoll auf der Fahrt zum Reiterhof der Gebrüder Lazar, oftmalige Weltmeister und Olympiasieger im Gespannfahren, wo Reiter ihre legendären Reitkünste vorführten.  
Während der abendlichen Schifffahrt auf der Budapester-Donau am letzten Tag zeigte sich die Stadt in voller Beleuchtungspracht. Diese Fahrt und das wunderbare Essen auf dem Donauschiff werden sicherlich allen Marlern in Erinnerung bleiben.
Also alles in allem eine wunderschöne 11-tägige Reise, die aber vom Ursprung her noch etwas näher beschrieben werden muss.
Margret Ehrke hatte angekündigt, dass dies ihre letzte Reise sei, die sie nun schon 16-mal mit immer wieder unterschiedlichen Zielen ausgearbeitet und organisiert hat. Die Begeisterung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer war so groß, dass sie sich bereit erklärte, auch in zwei Jahren wieder die nächste Reise durchzuführen, was mit großem Beifall bedacht wurde. Margret Ehrke, die Wurzeln in Ungarn hat, lässt dieses Thema also nicht los, sondern sie wird mit viel Herzblut und aus  Liebe zu Ungarn weiter diese Fahrten durchführen.
Zweite Ursache war das erste Treffen von Hubert Schulte-Kemper mit dem ungarischen Botschafter im Januar 1989. Anlässlich dieses Treffens hat Hubert Schulte-Kemper  schon im Januar 1989 das erste Konzert der Philharmonica Hungaria unter der Leitung von Yehudi Menuhin für den 9. Mai 1990 verabredet. Also vor 25 Jahren gab der Botschafter diese Zusage, obwohl er ja gar nicht wissen konnte, dass am 09. November 1989 die Wiedervereinigung kommt, und dass Ungarn im Mai 1990 den Wechsel von der Diktatur zur Demokratie vornehmen sollte. Dieses Ereignis hat Honorarkonsul Hubert Schulte-Kemper zum Anlass genommen, mit dem damaligen Gesandten und langjährigen Botschafter Dr. Sandor Peisch einen kleinen Festakt am letzten Tag der Ungarnreise in Budapest zu gestalten. Hubert Schulte-Kemper wies auf die Gegebenheiten des Gesprächs im Januar 1989 und auf das Konzert 1990 hin. Er dankte dem Botschafter für die große Hilfe, die das Land Ungarn durch das Durchschneiden des Grenzzauns als vorbereitende Maßnahme zur Wiedervereinigung geleistet hat und würdigte die deutsch-ungarische Freundschaft als einen wichtigen Bestandteil der beiderseitigen Beziehungen. Dr. Sandor Peisch, Botschafter a.D., wiederum dankte für die stets freundschaftliche Verbindung von Deutschland zu Ungarn und erinnerte auch daran, dass die Schnelllebigkeit dazu führt, dass viele Deutsche sich nicht mehr daran erinnern, dass Ungarn einen wesentlichen Teil zur Wiedervereinigung geleistet habe. Nach seiner Auffassung gibt es eine große wirtschaftliche Zusammenarbeit, die für Ungarn existentiell im Ex- und Import sei, aber auch für Deutschland ein wichtiges Ausmaß angenommen habe. Die Ankündigungen, dass das in Düsseldorf geschlossene Generalkonsulat wieder eröffnet wird und auch in anderen Landesteilen neue diplomatische Aktivitäten entstehen, ließen in ihm die Hoffnung aufkeimen, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ungarn auch in der Zukunft sichergestellt sei.
Ein emotionales Lied von einem Star-Tenor, der auch zur Reisegruppe gehörte, und der immer wieder die gemeinsamen Abende bereicherte, nämlich Werner Eisbrenner, beendete diese kleine stilvolle Feier mit einem gemeinsamen Gruppenfoto, auf dem der Botschafter Dr. Peisch und Honorarkonsul Hubert Schulte-Kemper mit Margret Ehrke, verantwortlich im Heimatverein wie im Städtepartnerschaftsbereich von Zalaegerszeg, die emotionale Zusage zur weiteren Zusammenarbeit bestätigen.
 

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